Donnerstag, 2. März 2017

Das perfekte Bild - Wach auf Mami!

„Ich hab es geschafft!“, ruft der kleine Junge und hält sein Werk stolz hoch in die Luft.
Die Finger noch voller Farbe, doch keine Linie hat er übermalt. Stunden hat er daran gesessen und bei jeden Fehler neu begonnen. Perfekt musste es!
Um ihn herum stapelte sich Papierknollen und Schnipseln. Betrübt sah er auf sie hinunter und holte dann ganz schnell das Kehrwerk. Sorgfältig macht er alles sauber, kein schnipseln noch so klein lies er liegen. Den Tisch wischte er auch gründlich ab und legte die Stifte alle wieder an seinen platz.
Dann nahm er sein Bild und klopfte an die Schlafzimmertür seiner Mutter. Ganz zögerlich und zaghaft, denn er wusste sie ist noch böse auf ihn. Die Mutter sagte kein Ton, doch er wusste genau mit diesem perfekten Bild, da kann sie nicht mehr böse auf ihn sein!
Vorsichtig öffnet er ihre Tür und flüstert ganz leise „Mami bis du wach?“, doch sie regte sich nicht.
Die Vorhänge waren noch immer zu gezogen, nur ein kleiner Lichtstrahl kam von draußen herein, ansonsten war alles dunkel. Auf Zehenspitzen lief er auf ihr Bett zu und flüsterte immer ganze leise „Mami?“ Vor ihren Bett blieb er stehen und drehte sein Bild ganz stolz zu ihr, doch ihr Kopf war in die andere Richtung gedreht. Dann erzählte er ihr, wie lange er daran saß und wie viel mühe er sich gab, aber sie reagierte nicht. „So böse bist du noch?“, sagte er schließlich traurig. „Es tut mir wirklich leid das ich so frech war!“, schrie er los und lies sein schönes Bild fallen und rannte aus ihr Zimmer.
Er verkroch sich unter seine Bettdecke und überlegte was er noch tun könnte, damit sie nicht mehr böse auf ihn ist. Aus Erschöpfung schlief er ein und wachte irgendwann in der Nacht auf. Hunger plagte ihn und er ging zur Küche. Auf dem Tisch stand noch Obst, schon fast vergammelt. Der Kühlschrank ebenfalls fast leer. Er nahm sich eine Scheibe Wurst und noch eins für seine Mutter.
Schniefen steht er vor ihre Tür und fragte leise „Mami hast du auch Hunger?“, doch sie rührte sich wieder nicht. Ihr Kopf war noch immer von ihn gewendet und ihre inzwischen trüben Augen schauten aus dem Fenster.
Er senkte den Kopf und ging zurück in sein Zimmer.

Woher sollte er denn auch wissen was mit seiner Mutter ist? Viel zu klein ist er um das zu verstehen. Er wusste nur, wenn seine Mutter böse auf ihn war, dann legte sie sich ins Bett und wenn sie wieder aufsteht, ja dann ist alles wieder gut. Nur diesmal, diesmal wird sie nicht mehr aufstehen.




Titel: Das perfekte Bild
Untertitel: Wach auf Mami!
Datum: 02.03.2017
Sprache: Deutsch
Art: Drama, Verlust, Kinderliebe, Mutterliebe, Böse, Trauer, Angst, Tod

Bilderquelle: Internetfund 

Abgeschlossen!








Diese Geschichte ist komplett erfunden!
Dinge die man sich halb ausmalt wenn man schlecht schläft. 

Freitag, 17. Februar 2017

Kindermuseum MACHmit!


Ein Museum extra für Kinder, wo man auch schon mit den Kleinsten hingehen kann, genau das sucht man doch als Eltern. Hier kann ich jeden wärmsten das MACHmit Museum (Senefelderstr. 5/6; Berlin 1043/) empfehlen! Mit einen Eintrittsgeld von 5,50 Euro oder für 2 Erwachsenen und 3 Kinder 20 Euro wird so einiges Geboten.
Die Ausstellung ändern sich von Zeit zu Zeit, doch das Angebot bleibt immer gleich. Hier wird Anfassen und mitmachen nämlich groß geschrieben.

Kurz vor Weihnachten durften wir die Ausstellung "geboren und Willkommen" bewundern, wo es darum ging woher eigentlich ein Baby herkommt, wie es in den Verschiedenen Kulturen von der Familie Willkommen geheißt wird und/aber auch wie so ein Baby überhaupt entsteht.
Neben vielen Fotos und Videos gab es auch eine Art Hohle zum reinklettern, was einem das Gefühl der Gebärmutter nachempfinden soll. Eine Wanne voller Erbsen, worin Babys in einigen Kulturen geboren wird. Auch interessant für die Kinder war das Frühchen-bett und die damit verbunden frage warum einige Babys darein müssen. Spannend war auch die große Anzeigetafel die sich sekundlich änderte und Anzeigte wie viel Kinder grade auf die Welt kommen und leider auch wie viel Menschen grade sterben.

Es gibt aber auch immer beständige Bereiche wie die Druckerei, der Bienen-Raum, die Seifen-Apotheke, das Spiegellabyrinth und den Garten.

Neben der Ausstellung gibt es aber auch kleine Bastelstationen für die Kinder, wo sie z.B. mit Fimo Löffel gestalten können, Kerzen, Seife oder Tee selber herstellen können, einfach nur Malen u.v.m.
Auch ein tolles Highlight ist der Wohnwagen von Mama Muh, der zum Spielen und lesen anregt. Es ist wie ein richtiger Wohnwagen eingerichtet, sogar mit Klo und einer Rutsche.
Doch besonders begeistert waren die Kinder vom großen Kletterregel! Hier können die Kinder sich nach lust und Laune auf verschiedene Ebenen austoben. 

Auch haben wir mitbekommen das es auch Vorstellung in form von Film und Theater dort gibt, aber davon haben wir leider noch keins besucht.

Begeistert von diesen Besuch beschlossen wir den 6. Geburtstag unseren Sohn dort zu feiern.
Mit einem Preis von 160 Euro konnten wir 8 Kinder und wir Eltern daran teilnehmen. 
Es gibt verschiedene Pakete zu buchen (bitte auf der Homepage entnehmen), die u.a. eine Pädagogische Begleitung beinhalten und auch Kuchen/Trinken. 
Da kaum eine der Gäste das Museum kannten haben wir uns für das "Museum-Entdecker" Paket entschlossen. Hier wird durch eine tolle Schatzsuche das gesamte Museum erkundigt und sogar in Bereich gegangen die sonst nicht offen sind für die Besucher. Die Museum Begleitung erklärt dabei auch jeden einzelnen Bereich und die Kinder dürfen dabei natürlich auch aktive daran beteiligen, sprich auch das gezeigte Anfassen, ausprobieren usw. 
Wir hatten eine wirklich tolle Dame als Begleitung gehabt, die alles gut durch Organisiert hat, sehr geduldig war und sich komplett auf die chaotische Gruppe eingelassen hat und sie immer wieder für das neue begeistern konnte.
Auch der Geburtstagstisch und der Kuchen waren einfach nur wunderbar! 
Es war ein Geburtstag wo wir Eltern endlich mal die Füße auf den Tisch legen konnten ohne etwas machen zu müssen. 

Trotzdem gibt es ein paar kleine Punkte die ich nicht so gut fand. z.B. das es einfach recht laut und voll ist. Das man extra in den Keller muss für die Toiletten. Das Café ist recht teuer, aber dafür bekommt man auch mehr als erwartet und vor allem ist dort alles frisch und selber gemacht.



Sonntag, 22. Januar 2017

(Review) Böser Engel


Titel: Böser Engel
Autor: Timothy Carter
Seitenanzahl ca. 272

Verlag: Knaur.
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3-426-50698-1






Klappentext
Ein Donnerschlag ertönte, und der Gestank nach Fliesenreiniger breitete sich aus. Wesen wie Fon Pyre riechen nicht nach Schwefel, sondern nach Reinigungsmittel. Warum, ist mir ein Rätsel.
"Du schon wieder", sagte der Dämon missmutig.

Es ist nicht leicht, ein Außenseiter zu sein - aber Stuart bleibt als einzigem schwulen Teenager in einer streng religiösen Kleinstadt wenig übrig. Immerhin ahnt das bibelfeste Volk nicht, das Stuart einem ungewöhnlichen Hobby nachgeht: Er beschwört regelmäßig einen kleinen, übellaunigen Dämon, um ihn über Gott und die Welt auszufragen. Das geht so lange gut, bis eines Tages ein Engel in der Stadt auftaucht ...



Mein Fazit dazu ... 
Auch wenn die Geschichte über die Bibel, Engel und Dämonen handelt, man wird nicht komplett mit dem Thema Religion zugetextet. Im gegenteil, es bleibt alles sehr nüchtern und lässt nur soviel von Gott und die Welt durch wie es für die Story nötig ist.
Mir gefällt es, dass die Hauptfigur ein Schwuler Teenager ist, der zwar irgendwie in der Kleinstadt angenommen wurde aber dennoch auf sein recht er selbst zu sein kämpfen muss.
Ich denke das sich jeder, auch nicht schwule, sich gut in seine Lage versetzen können.
Niedlich finde ich besonders den kleinen Dämon, der in laufe der Story eine große Entwicklung macht, in dem er einen noch mehr ans Herz weckst.
Auch die Idee von den gefallenen Engel, weshalb sie von Gott verstoßen wurden und welche Rolle sie dann auf der Erde spielen, ist wirklich interessant. Wenn man dies auf das reale Leben überträgt, ... es wäre wirklich die Lösung auf alles Böse auf der Welt.
Ich finde das Buch spannend von Anfang bis zum Ende. Es war wirklich schwer es mal aus der Hand zulegen.

Mittwoch, 11. Januar 2017