Schmerzliche Erinnerung



Titel: Schmerzliche Erinnerung
Datum: 05.01.2017
Sprache: Deutsch
Art: Trauer, Wut, Schmerz, Bombe, Bombenanschlag, Mutterliebe, Kind, Erinnerung, Katastrophe

Bilderquelle: Erstellt durch PicArt 
Abgeschlossen!

Dies ist eine komplett Erfundene Geschichte! 



Klappentext
Nach 13 Jahren erinnert sich ein inzwischen Erwachsener Mann an sein schlimmstes und zugleich geborgendes Erlebniss.

Die Geschichte ist mehr als kurz, aber mehr Worte braucht sie nicht.


Schmerzliche Erinnerung
 Es ist jetzt 13 Jahr her als die Katastrophe passierte, aber ich kann mich an diesen Tag erinnern als ob er gestern gewesen wäre.
Ich war noch ein kleiner Junger und mit meiner Mutter beim Einkaufen als es passierte.
Man hörte einen großen Knall. Meine Mutter hatte mich sofort an sich gedrückt, ihren Körper schützen um mich geschlungen. Alles war ungewöhnlich still. Man spürte die Ahnungslosigkeit der anderen, auch in den Augen meiner Mutter sah ich Verwirrung als ich kurz zu ihr hoch schaute. Dann hörte man die ersten tuscheln, irgendwas mit einer Bombe, der erste Gedanke den man nach einen solchen Knall vermutet. Einige gingen zum Fenster, in der Hoffnung draußen etwas zusehen. Andere taten als ob nichts wäre und fuhren mit ihren Einkauf weiter. Wieder andere blieben einfach stehen und schauten sich verwirrt um.
Meine Mutter hielt mich weiter im Arm und führte uns langsam in eine kleine Ecke vom Laden. Ich verstand den Grund in diesen Moment nicht, den es schien doch alles in Ordnung zu sein. Doch dann brach plötzlich Panik im Laden aus. Wieder ein Knall, diesmal noch lauter. So laut, dass ich nur noch ein rauschen in meinen Ohr hörte. Viele fingen plötzlich an zu schreien und die Masse rannte los. Sie rannten zu den Ausgängen, rannten andere dabei einfach um. Ich kann mich noch gut an die junge Frau erinnern, die in der Menge einfach umfiel und liegen blieb. Die anderen rannten einfach über sie hinweg und ihre kalten Augen sahen zu uns. Noch vor einigen Minuten waren diese mit Leben gefüllt und hatten uns angestrahlt als sie meine Mutter fragte ob sie weiß wo Müsli stand, dessen Marke ich inzwischen vergessen habe.
Meine Mutter jedoch blieb mit mir ganz ruhig in der Ecke stehen, ihre Augen waren fest geschlossen und obwohl ich sie nicht hören konnte, sah ich wie ihre Lippen die Worte „Alles wird gut“ bildeten.
Es war als ob wir für die anderen unsichtbar waren, niemand sah uns und rannten einfach an uns vorbei.
Ich werde niemals vergessen wie beschützt und sicher ich mich in den Armen meiner Mutter Gefühlt habe. Ein solches Gefühl der Geborgenheit habe ich danach nie mehr gespürt.
Noch am selben Abend verstarb meine Mutter im Krankenhaus. Sie wurde getroffen von Bombenteilen, an diesen Tag in diesen Einkaufsladen.
Sie hatte ihr Leben aufs spiel gesetzt um mich zu retten, denn hätte sie sich nicht so ruhig verhalten und mit mir in dieser Ecke vom Laden nicht gewartet bis der Sturm der Panik sich legte, wir wären von der Masse vermutlich ebenfalls tot getrampelt wurden, wie das junge Mädchen.

Kommentare

  1. Ui... Das nenne ich mal eine betrübende Kurzgeschichte. Du hast sie schön geschrieben und ein gutes Gefühl der Verwirrung und Geborgenheit vermittelt in dem Chaos. Auch wenn ich nicht ganz verstehe, wie die Mutter scheinbar als einzige von der Bombe verletzt wurde. Aber ich nehme an, dass du das Element der Auslassung bewusst gewählt hast, um nicht vom Wesentlichen abzulenken. :)
    Mir gefällt die Geschichte gut! Auch wenn ich es immer irgendwie makaber finde, das bei Texten mit diesem und ähnlichen Inhalt zu sagen /D Aber du weißt, was ich meine. Weiter so! ♥

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hab vielen Dank! <3
      Oh, es sind sicherlich noch mehr getroffen wurden, schon allein das arme Mädchen was zu Tode getrampelt wurde. Aber wie du ja selbst bemerkt hast, ist es für die Story nicht relevant. Hier geht es allein um die Eindrücke des Jungen & was er empfunden hat. Für ihn sind an diesen Tag nicht unzählige Menschen gestorben, sondern seine Mutter die trotz der Verletzung & schmerzen nur daran Gedacht hat ihr Kind zu schützen & es ein Gefühl der Sicherheit zu geben in all den Chaos. ;-)

      Löschen

Kommentar veröffentlichen