Die letzten Sekunden



Titel: Die letzten Sekunden
Datum: 29.08.2016
Art: Trauer, Schmerz, Verlust
Sprache: Deutsch

Bilderquellehttp://www.ekir.de/www/service/trauer-15981.php

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Abgeschlossen


Klappentext
Es ist nicht einfach zusehen wenn ein geliebter Mensch stirbt, grade nach einer schweren Krankheit.
Die Gefühle und machtlosigkeit, unbeschreiblich. 
Hier eine paar Worte aus der Sicht eines Sterbebegleiter.

Die letzten Sekunden
Es war soweit. Der Anruf vom Krankenhaus war gekommen. "Ihn geht es schlechter, er musste ans Atmungsgerät. Kommen sie?" Natürlich komme ich. 
Ich hoffte so, dass er noch Lebte wenn ich komme und zugleich hatte ich Angst ihn so zusehen. 
Ich zitterte und mein Herz war ganz schwer als ich ihn sah. Er sah so fremd aus, mit dem Gerät in sein Gesicht und denn nassen Lappen auf seiner Stirn. Der Tropf ging ganz schnell, ich hörte ihn schwer Atmen, seine Augen waren geschlossen. Ich nahm seine Hand vorsichtig und streichelte ihn. 
Am liebsten hätte ich ihn gesagt "Es wird alles gut, ich liebe dich.", doch ich konnte nur leise vor mir her schlurzen. 
Irgendwann brauchte ich eine pause und wollte eine Rauchen. "Denken sie daran, vielleicht ist er nicht mehr wenn sie jetzt gehen. Überlegen sie es sich.", sprach die Schwester leise zu mir und ich schenkte ihr ein lächeln. "Er wird warten." Und ich hatte recht. Als ich zurück war, mein Gesicht ganz verquollen vom weinen, da Atmete er noch. Ich nahm wieder seine Hand, streichelte sie und küsste seine Stirn. Plötzlich sah er mich an, lächelte mir zu. Es waren nur Sekunden, aber Sekunden was mich erstrahlen ließ. Als er seine Augen wieder geschlossen hatte, Atmete er langsamer. Immer mehr brauchten seine Atemzüge, bis keine mehr kamen. 
Ganz kalt fühlte er sich an, doch ein Lächeln war noch immer auf seinen Lippen zusehen. Nun wird es ihn besser gehen. Er wird keine schmerzen mehr haben, sich nicht mehr vom Krebs quälen lassen.

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